Alumni des Monats Juli: Marlene Böhmann

ZUR PERSON:

Marlene Böhmann

Consultant Futureworks AG

Geboren in Berlin, startete ich meine Laufbahn im kreativen Bereich in unterschiedlichen Agenturen. Während den berufsbegleitendenden Studiengängen in Betriebswirtschaft in Potsdam und Human Computer Interaction Design in Rapperswil und Basel lernte ich die Unternehmensseite verschiedener Firmen und Branchen kennen, bis ich vor vier Jahren in die Beratung zur Futureworks AG wechselte und nun einen internationalen Kunden betreue. Seit neun Jahren lebe ich in Zürich.

 

Frage 1: Liebe Frau Böhmann, was hat sich seit dem Studiengang im letzten Jahr für Sie geändert?
In erster Linie bin ich gelassener geworden, was mich und mein Umfeld angeht. Jeder versucht seine Aufgabe bestmöglich zu lösen und manchmal gibt es nicht die beste Lösung. Das ist ok, weil morgen die Welt schon wieder anders aussieht und neue Lösungen gebraucht werden. Weiterhin nehme ich mir bewusst Zeit, um Ereignisse zu reflektieren.

 

Frage 2: Warum haben Sie sich damals für den Lehrgang 2017 beworben?
Als Fachexpertin für gute Benutzerführung von interaktiven Applikationen, den dazugehörigen Prozessen und der Projektleitung von interdisziplinären Teams, freute ich mich darauf mich mit dem Switch von der Fachexpertin zur Beraterin neu zu erfinden. Mit dem umfangreichen Repertoire an Tools des CAS Change und Innovation Management wollte ich meinen persönlichen Rucksack füllen.

 

Frage 3: Mit welchen Erwartungen haben Sie den Studiengang begonnen?
Ich erhoffte mir, viele Inputs aus unterschiedlichen Themen rund um Change und Innovation Management zu erlangen. Diese und noch mehr habe ich tatsächlich mitnehmen können.

 

Frage 4: Sie sind in einer der führenden Schweizer kreativ Beratungen tätig. Wie hat sich der Markt in den letzten Jahren verändert und wie hat Ihr Unternehmen darauf reagiert?

Die aktuellen Themen wie Customer Centricity, Digitalisierung, Neue Arbeitswelten etc. machen natürlich auch vor uns nicht halt. Wir sind darauf spezialisiert, Unternehmen näher an Ihre Kunden zu bringen. In der Beratungsbranche leben wir in dem Spannungsfeld, wo wir Trends schon früh erkennen und unsere Kunden auf diese Trends vorbereiten und begleiten. Da diese Trends heute schneller prototypisch auf Relevanz in Bezug auf etwaige Kundenbedürfnisse überprüft werden müssen, müssen auch die Unternehmen immer flexibler werden.

Zudem hat sich die Form der Zusammenarbeit verändert. Statt der klassischen Auftragserteilung via Briefing und eines wasserfallartigen Projektablaufs arbeiten wir mit unseren Kunden iterativ. Somit können wir schneller massgeschneiderte Lösungen für die Endkunden anbieten.

Um diese hohen Anforderungen mit einem schlanken Team zu lösen, sind wir interdisziplinär aufgestellt und unsere Mitarbeitenden weisen in unterschiedlichen Bereichen eine hohe Expertise aus. Besonders für die jüngeren Mitarbeitenden wird so ein Ausbau in unterschiedlichen Kompetenzen attraktiv.

 

Frage 5: Welche Fähigkeiten aus dem Studium haben Ihnen dabei geholfen mit dieser Herausforderung und dem sicherlich hohen Stresslevel umzugehen?
Seit dem Abschluss im letzten Jahr habe ich mein persönliches Stresslevel enorm reduzieren können. Dabei geholfen haben mir die Themen des Moduls Selbstmanagement, vor allem die Erfahrung was Stress im eignen Körper auslöst und was ich selbst dagegen tun kann. Aber auch die Themen der transformationalen Führung und Selbstvermarktung waren für mich wichtige Bestandteile. Sogar die Hausarbeiten haben mir geholfen, mich ernsthaft mit den aktuellen Themen auseinanderzusetzen und von verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.

 

Frage 6: Welches Modul vom Lehrgang hat Ihnen am besten gefallen und warum?
Ich kann nicht sagen, dass mir ein Modul am besten gefallen hat. Das liegt daran, dass die Module gut aufgebaut sind und ein wichtiger Bestandteil ist immer die eigene Person und welchen Beitrag du selbst leistest. Auch der Wechsel zwischen Theorie und Berichten aus der Praxis hat spannende Abwechslung und Eindrücke hinterlassen. Besonders aber die Diskussionen sowie die Reflektionen, die jeweils im Modul und danach entstanden sind, enthielten wertvolle Momente.

 

Frage 7: Change Management ist heutzutage bei vielen Unternehmen allgegenwärtig. Welche Inhalte aus dem Studium haben Ihnen dabei geholfen die Veränderungen in Ihrem Unternehmen voranzutreiben?
Change Management widmet sich in diesem Lehrgang einer ganzen Modulwoche. Tatsächlich konnte ich aber auch von allen anderen Modulen profitieren wie z.B. die zu den Themen der transformationalen Führung oder der Business Model Innovation. Diese Themen wie auch die restlichen Module tragen alle dazu bei, Veränderungen im Unternehmen voranzutreiben. Wichtig dabei ist, dass Veränderungen immer Auswirkungen haben, jedoch niemals einzeln und in sich geschlossen, dafür allerdings konsequent durchgeführt werden sollen.

 

Frage 8: Wie konnten Sie von den Erfahrungen der anderen Teilnehmer profitieren?
Besonders der Erfahrungsschatz der Teilnehmenden aus unterschiedlichen Branchen und Lebenssituationen war bereichernd für mich. Da wir durch den Lehrgang ein Stück gemeinsames Wissen aufgebaut haben, sind die jeweiligen Interpretationen interessant. Seit dem Abschluss treffen wir uns in unregelmässigen Abständen, um aktuelle Themen zu diskutieren und die Reflektionen weiter zu pflegen oder auch nur zum feinen Mittagessen. Ausserdem war ich beim Sommer-Alumnitreffen 2018 in Hamburg, von dem ich wieder tolle Eindrücke mitgenommen habe.

 

Frage 9: Aktuell ist Halbzeit vom diesjährigen Lehrgang. Welche Ratschläge hätten Sie für die Teilnehmer für die verbleibenden beiden Module?
Oh, es ist schon Halbzeit … So langsam sollte die Gruppe also zusammenwachsen und jeder trägt seinen persönlichen Teil dazu bei. Nutzt also die Möglichkeiten, sich mit den Teilnehmenden auszutauschen und übt das aktive Zuhören.

 

Frage 10: Was ist Ihre nächste grosse Herausforderung?
Aktuell bin ich noch in der Herausforderung von der Fachexpertin zur Beraterin zu switchen. Es warten sicher schon weitere Herausforderungen vor der Tür, jetzt kümmere ich mich aber erstmal um die eine.

 

Vielen Dank für die spannenden Einblicke, Frau Böhmann!