Stephanie Lehmann

Alumni des Monats April 2019

Leiterin Unternehmenssicherheit, Notfall & Krisenmanagement Flughafen Hannover

Ich habe bereits als Kind «Räuber und Gendarm» gespielt. Ich war natürlich immer die «Gute» ;-) Ich habe an dieser Idee immer festgehalten und mich Schritt für Schritt meinem Ziel genähert. Nach meinem Bachelor als Sicherheitsmanagerin habe ich eine Menge praktische Erfahrungen in der Sicherheitsbranche gesammelt. Als ich lass, dass ein Stipendium für einen Master im Sicherheitsmanagement vergeben wird, habe ich diese Chance ergriffen. Nach diesem berufsbegleitenden Studium habe ich mein MBA Abschluss erfolgreich absolviert und bin heute fest in der Sicherheitsbranche angekommen.

Frage 1: Hallo Frau Lehmann. Schön, dass Sie für das Interview Zeit haben. Sie haben den Lehrgang letztes Jahr erfolgreich abgeschlossen. Warum entscheidet man sich als Leiterin Luftsicherheit für ein Studium im Bereich Change & Innovationmanagement?

Ich merke schnell, dass mir neuer Input im Berufsalltag fehlt. Man befindet sich in der Routine und ist sehr fachlich fokussiert. Ich hatte bereits im Jahr zuvor gelesen, dass es den Weiterbildungsstudiengang Change & Innovationmanagement gibt. Ich lass die Inhalte und war sofort begeistert. Themen wie VUCA, Digitalisierung, neue innovative Ansätze und persönliche Weiterentwicklung waren genau meine Themen. Nachdem ich auch noch gesehen hatte, dass hier ebenfalls ein Stipendium vergeben wird, war dies die Möglichkeit! Ich konnte es nicht glauben, es hatte wieder geklappt. Ich dachte noch: “wer nicht wagt, der nicht gewinnt“. Danke für diese tolle Möglichkeit auch an Simon Vlachos.

Frage 2: Mit welchen Erwartungen kamen Sie am ersten Tag an die Universität St. Gallen?

Neue Leute, neue Themen, neue Herausforderungen. Mir war klar, ich muss aus meiner Komfortzone, was mich ein wenig beunruhigte. Ich freute mich aber sehr auf diese Challenge. Meine Erwartungen waren, nicht nur mich neu kennenzulernen, sondern neue Impulse für meinen beruflichen Alltag mitzunehmen. Mir war es besonders wichtig, neu/um und anders zudenken, Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Frage 3: Sie sind seit ca. 10 Jahren in verschiedenen Funktionen im Bereich Sicherheit an Flughäfen tätig. Wie hat sich Ihr Tätigkeitfeld in den letzten Jahren verändert?

Das Bedürfnis nach mehr Sicherheit ist allgegenwärtig, die Anforderungen steigen kontinuierlich. Nach den Anschlägen in Istanbul und Brüssel wird zudem deutlich, wie wichtig ein Austausch mit den ansässigen Sicherheitsbehörden ist. Hier ist ein Umdenken gefragt, neue und effiziente Prozesse müssen gemeinsam geschaffen werden. Der Einsatz von neuen Technologien und ein permanentes Zusammenarbeiten mit den wichtigsten Sicherheitspartnern ist unabdingbar.

Frage 4: Mit welchen Fragen im Bereich Innovation muss sich ein Flughafen heutzutage beschäftigen?

Im Rahmen der Digitalisierung und Innovationen stellt sich ein Flughafen großen Herausforderungen. Steigende Passagierzahlen bedeutet auch, dass Prozesse angepasst werden müssen. Passagiere haben individuelle Bedürfnisse, der Businessflieger unterscheidet sich dabei sehr vom Ferienflieger. Gleiches gilt für Sicherheitskontrollen, durch neue Technologien können viele Schritte vereinfacht und Wartezeiten reduziert werden. Aber nicht nur der Passagier steht im Fokus, auch die Mitarbeiter an einem Flughafen müssen mit der Zeit gehen. Dabei sind neue Methoden wie «Design Thinking» ein Weg um «anders zu denken» und neue Ziele und Geschäftsfelder zu definieren.

Frage 5: Welche Werkzeuge aus dem Studiengang helfen Ihnen heute dabei Veränderungsprozesse in Ihrem Unternehmen gezielter voranzutreiben?

Es gibt verschiedene Ansätze, die ich in meinem Berufsalltag nachhaltig nutze. Zum Beispiel in aktuellen Projekten das Entwickeln von «Personas». Dieses Werkzeug hilft mir sehr in meinen eigenen Prozessen. Ich hinterfrage gezielter die Anforderungen des Kunden, wobei der Kunde in meinem Fall auch einfach mal die «Nachbarabteilung» sein kann. Nur so verstehe ich die Bedürfnisse und kann mich gezielter auf die Anforderungen vorbereiten.

Frage 6: Neben der Aneignung von neuer fachlicher Expertise steht vor allem die persönliche Weiterentwicklung im Rahmen der Ausbildung im Vordergrund. Können Sie uns dazu etwas erzählen?

Die persönliche Weiterbildung sollte bei jeder Führungskraft im Fokus stehen. Auch wenn es im stressigen Alltag schwerfällt, die Zeit muss man sich nehmen. Warum, weil die Entwicklung von Führungskompetenz ein entscheidender Wettbewerbsfaktor ist. Wer besser auf aktuelle oder zukünftige Anforderungen vorbereitetet ist, gewinnt. Deshalb lohnt es sich in die persönliche Weiterentwicklung zu investieren und sich nicht im täglichen Hamsterrad zu verlieren.

Frage 7: Dr. Wladimir Klitschko teilt als Referent seine Erfahrungen aus dem Hochleistungssport. Welche Erkenntnisse konnten Sie daraus für Ihren Alltag gewinnen?

Du bist die bewegende Kraft! Das trifft zu 100% zu! Nur wenn ICH etwas bewegen möchte, muss ICH mich bewegen. F.A.C.E. the Challenge hat mir geholfen, mich im beruflichen aber auch privaten Umfeld besser zu strukturieren. Focus, Agility, Coordination und Endurance verbunden mit Willenskraft gibt einem eine Art «roten Faden» für alle Lebenslagen. Meine persönlichen Erkenntnisse, jede gute Führungskraft, welche sich der permanenten Herausforderung stellen möchte, sollte einen solchen Weiterbildungsstudiengang besuchen.

Frage 8: Was war Ihr persönliches Highlight im Rahmen des Studiengangs?

Es gab wirklich viele Highlights in diesem Studiengang. Unglaublich wie viel Leute gemeinsam mit so viel Herzblut an der Methode von Dr. Wladimir Klitschko arbeiten.
Es gab faszinierende Ansätze der künstlichen Intelligenz, Technologien bis hin zu dem persönlichen «WHY» was mich bis heute beschäftigt.
Mein absolutes Highlight, meine Kommilitonen, welche mit einer Selbstverständlichkeit zur absoluten Offenheit und konstruktiver Kritik mein Blickwinkel auf bestimmte Dinge geändert haben. Verknüpft mit den Impulsen des Studienganges, war dies eine tolle Erfahrung die ich nicht missen möchte. Danke an Euch!

Frage 9: Welche Konzepte aus dem Lehrgang waren für Ihren Berufsalltag besonders wertvoll?

Tatsächlich gibt es einige Ansätze, welche ich heute in meinem Berufsalltag einfließen lasse. Zum Beispiel bin ich aktuell in einem Projekt eingebunden, welches sich mit der Methode des Design Thinking beschäftigt. Wertvoll für mich war, die Methode F.A.C.E. Diese Ansätze begleiten mich täglich. Der Punk Endurance ist dabei für mich besonders wichtig. Ich bin oft in Situationen, die viel Ausdauer und Geduld erfordern, um andere von meinen Prozessen zu überzeugen. Ich bleibe nun länger am Ball.

Frage 10: Welche berufliche Herausforderung möchten Sie in Zukunft angehen?

Für mich steht nach wie vor fest, ich möchte mich beruflich verwirklichen. Bedeutet für mich, das zu tun von dem ich überzeugt bin. Welche Wege ich dafür gehen werde, wird die Zukunft bringen. Aber eins weiß ich mit Sicherheit, nur durch Veränderungen kann ich mich weiterentwickeln.

Vielen Dank für das Interview, Frau Lehmann!

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