Jens Hentschler

Alumni des Monats Januar 2019

Vermögensberater bei der DVAG

Als langjähriger Vermögensberater bin ich ein querdenkender Unternehmer im Unternehmen, mit der Leidenschaft, Neues zu entwickeln. Im Kern geht es darum, etwas Kreatives voranzutreiben, getreu unserem Motto: Next Level-, in Verbindung mit einer werteorientierten Strategie.

Frage 1: Guten Tag Herr Hentschler. Schön, dass Sie bei uns sind. Der Abschluss des Lehrgangs liegt jetzt fast ein halbes Jahr zurück. Mit welchen Gefühlen blicken Sie auf letzten September?

Glück und Dankbarkeit dafür diesen Weg gehen zu dürfen. Gleichzeitig etwas Wehmut, da in der Studienzeit Freundschaften über Grenzen hinaus entstanden sind und ein Team mit tiefem Vertrauen gerade uns Menschen das Gefühl von Geborgenheit gibt. Somit entstehen Momente in denen mir die Studienkollegen heute regelrecht fehlen. Ich bin auch stolz mir selbst gezeigt zu haben, wie viel mehr ich fähig bin, für einen gewissen Zeitraum Höchstleistung zu vollbringen. Rückblickend bin ich noch immer beeindruckt von der Professionalität der Inhalte und dem gesamten Ablauf des Programms.

Frage 2: Was hat damals Ihre Neugier geweckt sich für diesen Studiengang zu bewerben?

In unserer Tätigkeit geht es zunehmend um die Frage: Was ist der gesellschaftliche Beitrag in meiner beruflichen Karriere? Auf der Suche danach, bin ich auf Themen wie Sinnhaftigkeit, Führung, Werte und Selbstreflektion gestossen. Bei weiterer Betrachtung kommt aktuell keiner an zwei Namen vorbei: Aus Sicht des Sportes Dr. Wladimir Klitschko und aus Sicht der Forschung Prof. Dr. Wolfgang Jenewein. Als ich erfahren habe das beide zusammen einen Studiengang anbieten, habe ich mich um einen Platz beworben.

Frage 3: Sie sind fast 30 Jahre als Vermögensberater tätig. Können Sie uns etwas zu den aktuellen Trends innerhalb der Branche sagen?

In erster Linie wird es eine signifikante Veränderung in Sachen Digitalisierung geben. Damit verbunden werden beratende Dienstleistungen unserer Branche von der Produktberatung zur Strategieberatung wechseln. Auch hier geht es um Sinnstiftung und nicht um Produktvorteile. Die größte Herausforderung besteht aus meiner Sicht hier in der Kombination aus digitaler Technik und werteorientiertem Menschen bzw. dem werteorientierten Management eines Unternehmens. Auf der Produktseite werden aktuell sehr viele Produkte schlanker aufgestellt und die Themenfelder erweitert. Ich glaube ein Thema wie der niedrige Zins wird uns noch lange beschäftigen und das erfordert ein komplett neues Denken im Finanzbereich.

Frage 4: Viele sehen die momentanen wirtschaftlichen- und politischen Entwicklungen in Europa mit grosser Skepsis. Wie sehen Sie die zukünftige Entwicklung des Euro und was bedeutet das für Anleger?

Ich positioniere mich klar als Euro Befürworter. Wenn wir auf der einen Seite heute von Schwarmintelligenz im Kontext von Führung und Unternehmensentwicklung sprechen, gehört für mich dieser Ansatz und Gedanke auch im Bereich der Währung fortgeschrieben. Geschichtlich betrachtet ist der Euro noch sehr, sehr jung, gut zu vergleichen mit einem Jugendlichen. Da gehören bestimmte Eigenschaften und Entwicklungsstationen dazu. Grundsätzlich gilt in Bezug auf eine Anlage die bewährte Regel: Risiko streuen. Nichts anderes bildet der Euro in Sachen Währung für mich ab.

Frage 5: Viele Unternehmen beklagen, dass es Ihnen immer schwerer fällt gut ausgebildete Talente zu bekommen. Können Sie diesen Trend auch in der Finanzbranche erkennen und wie sieht das im speziellen für Ihr Unternehmen aus?

Auch wir können uns vor der Herausforderung gute Talente zu bekommen nicht verschließen. Ein Vorteil unserer Unternehmenskultur ist es, hier frühzeitig und offen die Weichen gestellt zu haben. Wir haben schon 2014 begonnen ein Leitbild zu entwickeln, eine absolut werteorientierte Führung umzusetzen und in Sachen Weiterbildung mehr als der Markt zu investieren. Unser Fokus liegt auf Stolz und Identifikation. Nicht umsonst sind wir zum dritten Mal in Folge Top Arbeitgeber in Deutschland geworden.

Frage 6: Welche Konzepte und Erkenntnisse zum Thema Personalführung konnten Sie aus dem Studiengang mitnehmen? Haben Sie bereits erste Sachen umgesetzt?

In erster Linie bedeutet Führung Sinn stiften. Dies betrachte ich heute als fortwährenden Prozess. Zeitgleich gilt es, Althergebrachtes einmal zu überdenken. Dies beginnt aus meiner Sicht bei der Kommunikation, geht weiter über meine eigene Einstellung und das bewusste Kommunizieren von Werten im Unternehmen. Konkret habe ich zum Beispiel den Prozess der Einstellung von Mitarbeitern komplett geändert. Inhalte und Abläufe von Teamsitzungen wurden verändert. Die Arbeitsteilung wird neugestaltet. Und natürlich hat die Philosophie Challenge Management von Dr. Wladimir Klitschko Ihren Platz gefunden.

Frage 7: Wie unterscheidet sich dieses Programm zu Ihren vorherigen Weiterbildungen?

Wir alle kennen Themen wie Change-Management, Selbstreflektion und Digitalisierung, jedoch immer nur für sich alleine betrachtet. Das wirkliche Alleinstellungsmerkmal sehe ich hier in der Zusammenwirkung dieser einzelnen Bausteine und in deren Abstimmung auf einander – das Challenge-Management. Dazu kommt die moderne Art des Lehrens in einer inspirierenden Seminarunterkunft.

Frage 8: Viele Teilnehmer berichten uns, dass nicht nur die neuen Inhalte, sondern auch das Thema Selbstreflexion zentrale Mehrwerte dieses Studiengangs sind. Wie bewerten Sie das?

Das kann ich nur bestätigen. Um es mit einfachen Worten zu formulieren: erst die Selbstreflektion ist der Turbolader in der Umsetzung.

Frage 9: Sie waren Ende Dezember beim jährlichen Alumni-Event in Hamburg dabei. Können Sie uns etwas zur Veranstaltung erzählen?

Ja klar, schauen Sie sich meine Antwort auf die erste Frage an: Meine Mitstreiter aus der Studienzeit fehlen mir ab und zu. Alleine das Wiedersehen weckt ein Gefühl der Freude und Wärme in mir. Erfahrungsaustausch ist auch eine Form der Reflektion. In Hamburg war das verbunden mit den Themen Sport und Gesundheit. Ein absoluter Mehrwert für alle.

Frage 10: Mit welchem Themengebiet aus dem Studiengang möchten Sie sich in Zukunft noch intensiver beschäftigen?

Ein guter Leader stellt sich heute immer wieder dieselben Fragen. Wie kombiniere ich meine unterschiedlichen Individuen im Team am sinnvollsten? Welche Stärken möchte ich bei meinen Mitarbeitern entwickeln? Wo kann ich neue Methoden sinnstiftender einsetzen? Wenn Kultur in Organisationen die Summe aller Werte, Denkweisen, Gewohnheiten und Verhalten ist dann habe ich vier Themen an denen ich auch noch in Zukunft wachsen kann.

Vielen Dank für die spannenden Einblicke, Herr Hentschler!

 

 

 

 

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