Alumni des Monats August: Anne-Karina Wegmann

ZUR PERSON:

Anne-Karina Wegmann

Geboren in Essen und ein Kind des Ruhrgebietes durch und durch. In meiner beruflichen Laufbahn habe ich viele unterschiedliche Branchen kennenlernen dürfen und die Erfahrungen branchenübergreifend nutzen können. Als studierte Betriebswirtin mit Schwerpunkt Informatik bin ich der IT immer treu geblieben und konnte die Veränderungen im wirtschaftlichen Umfeld in unterschiedlichen Funktionen immer fachlich, technisch und strategisch begleiten.

 

Frage 1: Guten Tag Frau Wegmann. Was hat sich seit dem Abschluss im letzten September für Sie geändert?
Was hat sich nach meinem Abschluss verändert….das ist eine gute Frage….insgesamt habe ich gelernt den Herausforderungen positiv gegenüberzustehen. Insgesamt bin ich viel gelassener und toleranter geworden und hole mir gern andere Meinungen und Sichtweisen anderen Beteiligten und unbeteiligten Personen ein.

 

Frage 2: Wieso haben Sie sich damals für das Programm entschieden?
Mittels Change- und Innovationsmanagement kann in der heutigen Zeit, die einem ständigen Wandel durch Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität unterliegt besser begegnet werden. Dieses Programm sollte mir Orientierung im Umgang mit den aktuellen Themen wie Selbstmanagement, Leadership, Changemanagement und den Umgang mit Innovationen geben. Dieses Programm besteht anders als viele andere Programme aus einem sehr guten Mix aus Theorie und Praxis und regt zur Mitarbeit und Reflexion an. Gerade der Austausch mit den Studierenden aus den verschiedenen Branchen macht in der Kombination aus Theorie und Praxis den Unterschied.

 

Frage 3: Welche Erfahrungen aus dem Studiengang sind Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Um erfolgreich und überzeugend zu sein, braucht es intrinsische Motivation. Für eine intrinsische Motivation musst du dein „Why“ für dich definiert und gefunden haben. Setze dir Ziele und verfolge diese. Gehe die Herausforderungen an, wenn du bereit dafür bist. Das ganze Leben ist ein Change, dass mit Innovationskraft und Changemanagement, Authentizität, Empathie und Passion gemeistert werden will.

 

Frage 4: Wie bewerten Sie als IT-Expertin den digitalen Wandel? Worauf müssen Unternehmen Ihrer Meinung nach besonders aufpassen, wenn sie sich digital transformieren möchten?
Die ganze Welt spricht von Digitalisierung. Doch was ist Digitalisierung genau? Die Bedeutung der Digitalisierung kann nur jedes Unternehmen für sich selbst definieren. Es gibt keine Blaupause dafür. Ein intensiver und branchenübergreifenden Austausch ist hilfreich für die Entwicklung eigener Ideen die digitale Transformation zu begehen. Wichtig ist den digitalen Wandel mit den Menschen, die in einem Unternehmen tätig sind, zu begehen. Sie sind der Schlüssel zur Digitalisierung. Je schneller der Wandel voranschreitet, desto mehr sollte man auf diejenigen eingehen, die Teil des Wandels sind. Dabei ist Leadership besonders wichtig. Das Unternehmen muss die Geschwindigkeit des digitalen Wandels und der Transformation bestimmen, sonst bestimmt das Umfeld die Geschwindigkeit. Man könnte auch sagen „beherrsche das Chaos, bevor es dich beherrscht“. Der Teamerfolg geht vor dem Einzelerfolg.

 

Frage 5: Jedes Modul beinhaltet ein bis zwei Abendevents um sich besser kennenzulernen. Können Sie uns etwas zu den Veranstaltungen erzählen?
Die Events während der Module waren sehr gut organisiert und abwechslungsreich. Ich habe immer gerne an den Events teilgenommen. Für jeden Teilnehmer war etwas dabei. Bei der Auswahl der Events wurde immer Wert darauf gelegt, etwas gemeinsam oder in Kleingruppen zu machen um sich besser kennenzulernen. Im Anschluss gab es immer genügend Zeit sich um die Eindrücke auszutauschen. Das Knüpfen von Kontakten war wichtig für die Gruppenbildung und hat auch dazu geführt, dass wir selbst nach Abschluss des Programms noch alle in Kontakt stehen – ganz gleich wie regelmäßig. Wir tauschen uns immer noch zu verschiedenen Themen aus. Das ist sehr hilfreich, um zeitweise einen Perspektivwechsel vornehmen zu können und auch andere Meinungen zu hören.

 

Frage 6: Wem würden Sie diesen Lehrgang empfehlen?
Ich kann diesen Lehrgang jedem empfehlen, der lernen möchte mit Herausforderungen besser umgehen zu können. Der Lehrgang vermittelt möglich Methoden und Herangehensweisen um Herausforderungen managen zu lernen, Ihnen positiv gegenüberzutreten und Komplexität in einem hoch komplexen Umfeld reduzieren zu lernen. Der Lehrgang vermittelt Konzepte für Strategie, Leadership, Business Modell Innovation, Selbstmanagement, um die Anforderungen als moderne Führungskraft besser meistern zu können.

 

Frage 7: Der Wunsch nach Konzepten im Bereich Selbstmanagement wird bei Führungskräften zunehmend stärker. Welche Tipps konnten Sie aus diesem Modul für Ihren beruflichen Alltag mitnehmen?  
Selbstmanagement beginnt im Kopf. Stärke Körper und Geist für herausfordernde Zeiten. Schaffe dir einen Ausgleich als Gegenpol zur Hektik. Formuliere Ziele bewusst und fördere deren Umsetzung. Kommuniziere bewusst und Schritt für Schritt nach außen. Nimm dir Zeit zum Durchatmen und zum Nachdenken insbesondere in Krisen, denn jedes Wort zählt.

 

Frage 8: Prof. Sven Henkel und Jean-Remy von Matt werden auch dieses Jahr wieder zum Thema Selbstvermarktung sprechen. Was ist Ihnen im letzten Jahr von diesem Tag in Erinnerung geblieben? 
Es ist ganz wichtig zu wissen wer du bist, was dich ausmacht und wer du sein möchtest. Wenn du weißt wofür du stehst und was dir wichtig ist, kannst du von innen heraus überzeugen. Wichtig ist so zu sein, wie du bist – auch wenn das bedeutet anders zu sein und nicht immer mit dem Strom zu schwimmen. Es zahlt sich aus – für dich.

 

Frage 9: In letzten Lehrgang kamen die Teilnehmer aus 12 unterschiedlichen Branchen. Inwiefern hat dies den Austausch untereinander beeinflusst?

Es hat sich gezeigt, dass viele Unternehmen, gleich welcher Branche, inhaltlich vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Jedes Unternehmen und insbesondere jeder Mitarbeiter ist aufgefordert die Herausforderungen und den Wandel mitzugestalten und sich aktiv zu beteiligen.

Insbesondere der Austausch mit Kommilitonen aus den verschiedensten Branchen, aber viel wichtiger mit den unterschiedlichsten Lebenserfahrungen, Werten und Charakteren war sehr bereichernd und hilfreich.

 

Frage 10: Was ist Ihre nächste grosse Herausforderung?
Die nächste große Herausforderung hat schon begonnen. Ich lasse mich auf ein komplett neues Umfeld in einer für mich unbekannten Branche ein. Gemeinsam mit den Kollegen möchte ich dort viel bewegen und nachhaltige Lösungen für die Gegenwart und die Zukunft zu schaffen.

 

Vielen Dank für das Interview!