Gregory Schumacher

Alumni des Monats März 2019

Senior Management Consultant Sopra Steria NEXT

Nach Stationen bei einem IT- und Telekommunikationsdienstleister und einem mittelständischen Beratungshaus bin ich seit Mai 2018 bei der Managementberatung NEXT der Sopra Steria Consulting tätig. Mein Fokus liegt dabei Kunden zu unterstützen, die Herausforderungen der digitalen Transformation zu meistern.

Frage 1: Guten Tag Herr Schumacher. Schön, dass Sie bei uns sind und vielen Dank für Ihre Zeit. Sie haben den Lehrgang im September 2018 abgeschlossen. Können Sie uns etwas über Ihre Erfahrungen im Studium erzählen?

Zunächst möchte ich sagen, dass ich super gerne an die Zeit in St. Gallen zurückdenke. Es war eine Zeit voller spannender Begegnungen, toller Vorträge und intensiver Reflexion des eigenen Handelns. Das gesamte Programm des Studiengangs war professionell aufgebaut, die Inhalte sehr gut aufeinander abgestimmt und die Organisation war top. Ich bin glücklich darüber, dass ich mich für dieses Studium entschieden hatte.

Frage 2: Was hat Sie im Rahmen des Studiengangs am meisten überrascht?

Was mich überrascht hat, war, dass wir einzelnen Teilnehmer wirklich eng als Gruppe zusammengewachsen sind. Die große Offenheit aller Teilnehmer hat uns einen wirklich intensiven und erkenntnisreichen Austausch ermöglicht. Sicherlich wurde dies gefördert durch den thematischen Aufbau des Studiengangs und die hervorragenden Referenten. Aus meiner Sicht hat dies den Studiengang in besonderer Weise ausgezeichnet.

Frage 3: Als Berater ist man doch eigentlich immer am Puls der Zeit und ist verantwortlich für die Gestaltung von neuen Trends und Technologien. Wieso haben Sie sich trotzdem für ein Studium im Change & Innovationsbereich entschieden?

Es ist so, dass gerade Beratungshäuser sehr viele und stetig eigene Schulungsangebote für ihre Mitarbeiter anbieten. Jedoch ist es wichtig, dass diese «internen» Qualifikationen immer wieder durch qualitativ hochwertige, externe Lehrgänge punktuell ergänzt werden. Bei meiner Studienwahl habe ich daher genau darauf geachtet, eine gezielte Auswahl zu treffen. Mir waren bei dem Entscheid für das Studium mehrere Themen wichtig. Zum einen wollte ich ein Studium absolvieren, durch das ich meinen persönlichen «methodischen Koffer» mit den neusten und wissenschaftlich fundierten Methoden weiter anreichern kann. Zum anderen wollte ich kein Studium, dass allein auf die Vermittlung von Inhalten setzt, sondern das Bewusstsein für das eigene Handeln fördert. Die Kombination aus den Inhalten der Klitschko Management Group GmbH und der Universität St.Gallen waren perfekt auf einander abgestimmt. Nachdem ich die Beschreibung des Studiengangs zum ersten Mal gelesen hatte, war mir eigentlich sofort klar, dass meine Wahl auf diesen Lehrgang fällt. Dies hat sich ja dann auch bestätigt.

Frage 4: Sie kommen durch Ihren Beruf mit sehr vielen unterschiedlichen Branchen in Kontakt. Was glauben Sie sind in naher Zukunft für Unternehmen die grössten Herausforderungen?

Bezogen auf die Digitalisierung werden sich Unternehmen weiter einer Vielzahl offener Fragen zu zukünftigen Unternehmensstrukturen, dem eigenen Wertschöpfungsprozess und zur Rolle von Beschäftigten und Führungskräften beantworten müssen. So wird die voranschreitende Digitalisierung keine Rücksicht auf bestehende Strukturen und Arbeitsweisen der Unternehmen nehmen. Aus meiner Sicht müssen sich die Unternehmen noch viel intensiver darauf einstellen. Insbesondere bedeutet dies, sich mit der eigenen Unternehmenskultur zu befassen, um die neuen Arbeitsweisen auch wirklich in den Unternehmen verankern zu können. Dies bedarf vor allem Mut und den absoluten Willen zur Veränderung. Die Herausforderung besteht also darin, ehemals erfolgreiche Strategien, verinnerlichte Arbeitsweisen und eigene Rollen tatsächlich zu verlassen.

Frage 5: Auch die Beratungsbranche befindet sich im Umbruch und muss sich wahrscheinlich stärker denn je um gut ausgebildete Nachwuchskräfte bemühen. Wie stellt sich Ihr Unternehmen für die Zukunft auf?

Sopra Steria Consulting fährt hierbei mehrgleisig. Zum einen arbeiten wir eng mit zahlreichen Hochschulen zusammen und sind auf den einschlägigen Jobbörsen sowie Hochschulmessen präsent. Zum anderen bilden wir auch selber aus. Mit unseren Graduate Programs und Masterclasses bieten wir Trainingsprogramme mit hohem praktischen Anteil, großer Themenvielfalt, inhaltlicher Tiefe und Module für die persönliche Weiterentwicklung. Alle unsere Associate Consultants nehmen daran teil und absolvieren in ihren ersten 12 bis 18 Monaten vier anspruchsvolle Module sowie intensive Trainings.

Frage 6: In den letzten Monaten gelangten Unternehmen wie McKinsey & Company und Boston Consulting durch hochpreisige und nicht erfolgreiche Beratungsprojekte in die öffentliche Kritik. Wie bewerten Sie diese Diskussion und welche Massnahmen sollte die Branche jetzt ergreifen?

Ich persönlich denke, dass Vertrauen, Transparenz, Ehrlichkeit und Verbindlichkeit weiterhin die wichtigsten Erfolgsfaktoren darstellen werden. Berater sollten sich nicht hinter klausulierten und unnötige verkomplizierten Lösungskonzepten oder Buzzwords verstecken dürfen. Bei der Auswahl von Beratungshäusern legen die Kunden ohnehin schon vermehrt den Fokus auf die Umsetzungskompetenz. Dies hat zur Folge, dass die zum Teil vorherrschende Trennung zwischen IT- und Management-Consulting weiter aufweichen wird – gerade vor dem Hintergrund der fortschreitenden Digitalisierung. Diese Entwicklung wird auch immer mehr Einfluss auf das Geschäftsmodell der Beratungen haben. Dabei ist es wichtig, nicht ins Hintertreffen im „war for talents“ zu gelangen. Nur wenn man die Attraktivität der Consulting-Karriere wieder steigern kann, wird die Branche so wachsen können wie in den vergangenen Jahren.

Frage 7: Wir merken im wieder, dass sich viele Teilnehmer während oder im Nachgang des Lehrgangs beruflich verändern. Wie war das bei Ihnen?

Bei mir war genau dies der Fall. Zwei Wochen nachdem ich mich für den Lehrgang angemeldet hatte, habe ich mich dafür entschieden eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen. Der tatsächliche Wechsel zu Sopra Steria Consulting fand dann zwischen dem ersten und zweiten Modul des Lehrgangs statt. Ich glaube, die Reflexion der eigenen beruflichen Situation war bei sehr vielen Teilnehmern vorhanden und hat uns auch ein Stück weit verbunden.

Frage 8: Durch den modularen Aufbau bietet der Lehrgang auch genügend Zeit für die eigene Reflexion. Wie wichtig sehen Sie das im Rahmen einer Weiterbildung?

Ich halte dies für einen entscheidenden Mehrwert dieses Studiengangs. Die eigene Reflexion war ein ständiger Begleiter. So konnte ich tatsächlich zwischen den Modulen mein eigenes Verhalten und Handeln immer wieder mit dem abgleichen, was ich beim Lehrgang an Erkenntnissen mitgenommen hatte. Aber auch in den Modulen haben uns die Dozenten immer wieder zu Reflexion animiert. In diesem Zusammenhang ist natürlich das Modul «Selbstmanagement» nochmals besonders hervorzuheben.

Frage 9: Der Lehrgang zeichnet sich durch eine hohe Praxisnähe aus. Welches waren für Sie die wichtigsten Werkzeuge und wie konnten Sie diese in Ihren beruflichen Alltag integrieren?

Es sind ganz viele Themen und Inhalte, welche ich in meinem Arbeitsalltag integriert habe. Beispielsweise habe ich Werkzeuge kennengelernt, die mir nun helfen schwierige Kommunikationssituationen mit Kunden und Kollegen besser zu meistern. Ich kann nun Konfliktsituationen noch gezielter bewerten und kenne neue Taktiken, die mir helfen verschiedenste Konflikte aufzulösen.

Frage 10: Vor kurzem hat der Lehrgang-2019 begonnen. Welchen Rat haben Sie an die Teilnehmer für die weiteren Module?

Nutzt die Chance mit wirklich spannenden Referenten in den Dialog zu kommen, hinterfragt die Inhalte kritisch und sucht die Diskussion. Tauscht euch mit den anderen Teilnehmern aus und habt einfach Spaß an den vielfältigen Inhalten – Akzeptiert die Challenge.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Schumacher!

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