Persönliches Info-Gespräch

Gerne geben wir Ihnen weitere Informationen zum Studiengang Change & Innovation Management an der Universität St. Gallen in einem persönlichen oder telefonischen Beratungsgespräch. Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme!

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Thorsten Kuhn

Alumni des Monats Juli 2021

Head of Field Engineering SKAN AG

Mein gelernter Beruf ist Industriemechaniker (Geräte und Feinwerktechnik), anschl. erfolgte eine Ausbildung zum staatlich geprüften Maschinenbau Techniker, Betriebsleiter der Niederlassung meines Ausbildungsbetriebes in der Schweiz. Seit Januar 2002 Inbetriebsetzer, Servicetechniker, Kundendienst und seit 7 Jahren Abteilungsleiter, als Head of Field Engineering bei der SKAN AG.

Frage 1: Hallo Herr Kuhn. Aufgrund der Pandemie findet die Abschlussfeier Ihres Jahrgangs erst im September 2021 statt. Können Sie uns etwas zum Studiengang erzählen, seit Sie im letzten Mai gestartet sind?

Ich denke, dass unser Jahrgang mit Fug und Recht behaupten kann, die längste Zeit von Anfang bis Abschlussfeier benötigt zu haben. Die Pandemie stellte alle und jeden vor neue, unvorhergesehene Herausforderungen. Seitens der HSG wurde sich viel Mühe gegeben Module anzubieten. Ich denke, dass sich viele Menschen nicht bewusst waren, was für eine Energieleistung es bedeutet, mehr oder minder von heute auf morgen aus dem Nichts alles zu organisieren.

Frage 2: Im August des letzten Jahres fand das erste offline Modul vor Ort in St. Gallen statt. Mit welchen Erwartungen kamen Sie an das Weiterbildungszentrum?

Erwartungen - oder besser Vorfreude - war definitiv der persönliche Kontakt und ein direkter Austausch mit allen CAS- Teilnehmern. Ich bin der Meinung, dass der grösste Benefit für den Einzelnen im gesamten Erfahrungspool der Teilnehmer liegt. Diese grossartige Mischung unterschiedlichster Berufe, Industrien und Lebenserfahrungen sind natürlich, neben den vermittelten Inhalten das, worauf wir uns alle gefreut haben. 

Frage 3: Sie sind seit ca. 20 Jahren bei der SKAN AG beschäftigt, welche Anlagen in den Bereichen Reinraum- und Isolatorentechnik unter anderem für die Pharmaindustrie herstellt. Welche Inhalte aus dem Lehrgang waren für Ihren Beruf besonders wichtig?

Die für mich persönlich informativsten Inhalte waren und sind alles um den grossen Bereich der „Customer Centricity“ und „Customer Experience“, da ich im Jan. 2020 damit begann den Service Bereich zu reorganisieren und zeitgemässer aufzustellen. Zusammen mit wertvollen Informationen, wie man grössere Changes plant und umsetzt konnten viele Changes erfolgreich umgesetzt werden.

Frage 4: Welche Fragen beschäftigen Ihr Unternehmen momentan in Bezug auf das Thema Innovation?

Unsere Unternehmung ist nun seit einigen Jahren extrem am wachsen. Dieses Wachstum bedingt ein kontinuierliches hinterfragen und optimieren von Strukturen (der Organisation), Prozessen und Weiterentwicklung der Mitarbeiter. Das Portfolio an Maschinen, Geräten und Dienstleistungen (z.B. VR Support,) wird stetig ausgebaut. Somit ist es sehr wichtig, dass die Ausbildung und Weiterbildung sichergestellt werden kann. 

In anderen Bereichen der Unternehmung werden diverse technologische Innovationen verfolgt, über die ich hier noch nicht sprechen kann.

Frage 5: Im Rahmen des Studiengangs finden viele Gruppenarbeiten und Workshops zu unterschiedlichen Themen statt. Wie war dazu der Austausch mit den anderen Teilnehmern?

Die Gruppenarbeiten waren für mich persönlich die bestmögliche Stelle, um von den Erfahrungen der anderen Teilnehmer zu profitieren. Wie schon Eingangs gesagt, dieser direkte Austausch untereinander ist unbezahlbar. Ich kann nur sagen, dass ich glücklicherweise immer mit Teilnehmern zusammenarbeiten durfte, die auch bereit waren ihre Erfahrungen zu teilen.

Frage 6: Welche Veränderungen haben sich für Ihr Unternehmen aufgrund der Corona-Pandemie bis jetzt ergeben?

Die grösste Änderung innerhalb der Unternehmung ist ähnlich wie bei vielen anderen Unternehmen: Die gewonnene Akzeptanz gegen über dem „Homeoffice“. Hier hat die Pandemie definitiv einen bleibenden Effekt hinterlassen.

Da wir natürlich als Maschinenbauer für die Pharmaindustrie tätig sind, haben wir keine Umsatzeinbrüche wie andere Industrien zu verzeichnen. Unsere Anlagen sind Key-Elemente für die Abfüllung von Medikamenten unter aseptischen Bedingungen. Hier vor allem in den vergangen 2 Jahren alles, was im Bereich der Vakzine-Abfüllung an Bekanntheit zugenommen hat.

Unsere Mitarbeiter waren und sind unter schwierigsten Bedingungen weltweit unterwegs, um Neu- Installationen und Bestandsanlagen in Betrieb zu setzten und Wartungen durchzuführen.

Frage 7: Sinnhaftigkeit bei der Arbeit sowie eine starke soziale und umweltpolitische Verantwortung sind für die junge Generation bei der Wahl ihres Arbeitgebers von zunehmender Bedeutung. Wie machen sich diese Entwicklungen bei der SKAN AG bemerkbar?

Das ist absolut korrekt, wir sind letztlich alle für eine „gelebte“ Nachhaltigkeit verantwortlich. Was unsere Unternehmung angeht, wir bezogen Anfang Juli 2021 unser neues HQ in Allschwil. Das neue Gebäude entspricht den neuesten Standards. Zuvor waren wir auf mittlerweile 10-12 Gebäude in Allschwil verteilt. Jetzt befinden sich alle unter einem Dach und kürzere Wege sparen Ressourcen. Des Weiteren haben wir uns in unseren strategischen Zielen auch verpflichtet mehr Verantwortung zu übernehmen. Ziel ist zum Beispiel die Anzahl der Interkontinentalflüge um wenigsten 80% zu reduzieren. Dies ist ein grosses Commitment, da sich der grösste Teil unserer Projekte in den USA, Südamerika und Asien befinden.

Frage 8: Aufgrund von Homeoffice ist das Thema Remote-Leadership für viele Führungskräfte von grosser Bedeutung geworden. Was ist Ihnen hierbei wichtig und wie unterscheidet sich Ihr Führungsstil im Vergleich zum Büro?

Das Thema Remote-Leadership ist in meinem Fall nichts neues. Da meine Mitarbeiter auf Grund ihrer weltweiten Tätigkeit ohnehin schon ca. 80% ihrer Arbeitszeit auf Reisen sind. Unser gesamtes Team dem ich vorstehe, besteht aus ca. 25 Mitarbeitenden (stetig wachsend).

In den vergangen 7 Jahren haben wir eine gewisse Kultur eingeführt und wir pflegen diese auch. Gemäss dem Leitspruch der „Drei Musketiere“ - Einer für alle und alle für einen!!

Es ist simpel gesagt eine Art von Schwarm-Dynamik. Wir achten und supporten einander, wann immer es notwendig ist und coachen uns auch entsprechend. Die Mitarbeiter haben auch eine eigene WhatsApp Gruppe, in welcher Sie einen Grossteil der Probleme intern lösen können. Nichts desto trotz bedarf es einer regen Kommunikation. Es geht nicht darum den Mitarbeitenden zu suggerieren, dass sie kontrolliert werden. Es ist vielmehr ein Erinnern, dass sie sich gerne melden dürfen, wenn es einmal ein Problem gibt. Ich sehe es als Hauptaufgabe meinen Mitarbeitern alle Steine aus dem Weg zu räumen, die sie davon abhalten, ihre Aufgabe bestmöglich umzusetzen.

Frage 9: Welche Werkzeuge nehmen Sie aus dem Studiengang mit, um den digitalen Wandel in Ihrem Unternehmen noch weiter vorantreiben zu können?

Es gibt schon eine Reihe von Bestrebungen innerhalb der Unternehmung die Digitalisierung voran zu treiben. Die Pandemie war hier definitiv ein starker Katalysator. So werden zum Beispiel heute ergonomische Studien (sogenannte Mock Ups) komplett remote durchgeführt. Anstelle eines physischen Aufbaus bei uns, kann der Kunde bei sich zu Hause virtuell alles simulieren. Anhand der gewonnenen Daten beginnt das eigentliche Design der Maschine.

Unsere Kunden in der Pharmaindustrie, die sehr stark reglementiert ist, tun sich mit der Akzeptanz von Neuerungen oft schwer. Da letztlich unzählige Anforderungen seitlich Behörden, Konzernen und der eigenen Standorte noch lange nicht standardisiert sind. Aber wir schauen der Digitalisierung optimistisch entgegen.

Frage 10: Welches Thema möchten Sie in diesem Jahr noch weiter vertiefen?

Für diese Jahr gibt es eigentlich 2 grosse Themen für mich. Beide hängen direkt mit unserem grossen Wachstum zusammen. Das erste Thema ist „Struktur“. Der gesamte Life Cycle Support Bereich wird jährlich mit mind. 10-15% wachsen. Hierfür müssen wir jetzt schon beginnen die Organisation anders aufzustellen und die Strukturen kontrolliert zu implementieren und die notwendigen Prozesse zu adaptieren. Das zweite Thema „Aufbau Service Hubs“ bei SKAN hat bereits diverse Agenten und Partner auf der ganzen Welt. Diese sind jedoch zu einem grossen Teil zur Unterstützung des Sales tätig. Da wir gemäss unserer Unternehmensstrategie die Flugreisen stark reduzieren wollen, benötigen wir Service Partner. Diese Partner werden von SKAN entsprechend ausgebildet und unterstützt. Mit dem Ziel, dass der Kunde keine qualitativen Unterschiede in der Umsetzung vor Ort wahrnehmen kann. 

Vielen Dank für Ihre Zeit, Herr Kuhn!

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